Forbo

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Foto: Neven Krcmarek auf Unsplash
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Forbo ist ein Schweizer Bodenbelag-Spezialist mit tiefem Fokus auf Objekt- und Projektgeschäft – bekannt für Marmoleum, aber auch mit solidem Vinyl-Sortiment für Gewerbe und Wohnbau.

Historie & Profil

Forbo entstand 1928 in Baar (Schweiz) aus dem Zusammenschluss mehrerer europäischer Linoleum-Hersteller. Das Schweizer Unternehmen hat seine Wurzeln damit in einem Material, das älter ist als Vinyl selbst – Linoleum. Genau das prägt Forbo bis heute: Der Konzern denkt Bodenbeläge vom Material her, nicht vom Trend. Wer Forbo als reinen Vinylhersteller einsortiert, verkennt die Struktur – Vinyl ist hier ein Segment innerhalb eines breiteren Bodenbelag-Portfolios, das Linoleum, textile Beläge und Haftklebebänder umfasst.

Sortiment und Kernkompetenz

Vinyl spielt bei Forbo unter der Marke Allura die Hauptrolle. Das Allura-Sortiment adressiert primär den Objektbereich: Loose-Lay-Platten, Klick-Vinyl und verklebte Designbeläge in Dielen- und Fliesenoptik. Nutzschichten beginnen bei 0,55 mm und reichen bis 0,70 mm, was den Belägen Nutzungsklassen bis EN 685 Klasse 34 (gewerblich stark beansprucht) ermöglicht. Daneben führt Forbo PVC-freie Alternativen – Marmoleum Click und Marmoleum Tile – die im Wohnbereich wie im Objektgeschäft eingesetzt werden. Formatvielfalt ist ausgeprägt: Dielen in verschiedenen Breiten, quadratische und rechteckige Platten, teils mit integriertem Akustik-Vlies. Das Sortiment ist klar auf professionelle Verarbeitung ausgelegt, nicht auf den schnellen DIY-Zuschnitt im Heimwerker-Modus.

Positionierung im Markt

Forbo bedient in erster Linie Architekturbüros, Objekteure und den Fachhandel – Direktvertrieb an Endkunden ist nicht das Kerngeschäft. Im Baumarkt sucht man Forbo vergeblich. Preislich siedelt sich Allura Vinyl im Premium-Segment an, Einstiegspreise liegen je nach Linie ab etwa 35 €/m², spezifische Objektlinien deutlich darüber. Das Unternehmen ist international aufgestellt und in über 150 Ländern aktiv, der Schwerpunkt liegt auf Europa. Für private Bauherren ist Forbo über den Fachhandel oder Raumausstatter erreichbar – der Aufwand ist höher als bei Baumarktmarken, aber das Produkt hält in Nutzung und Design mit, was Objekteure für Kliniken, Schulen oder Hotels einsetzen.

Stärken und Grenzen

Forbo überzeugt mit Nutzschicht-Qualität und Langzeit-Garantien, die im Objektbereich Benchmark-Niveau erreichen. Die PVC-freie Marmoleum-Linie bietet eine echte Alternative für Bauherren, die auf Weichmacher verzichten wollen – mit Naturmaterialien und belegter Cradle-to-Cradle-Zertifizierung. Design-Vielfalt ist vorhanden, aber nicht so massentauglich-breit wie bei reinen Vinyl-Spezialisten. Die Grenzen liegen in der Verfügbarkeit: kein Selbstabholer-Sortiment, Lieferzeiten für Sonderlängen oder spezifische Serien können in Renovierungsprojekten zum Engpass werden. Für den spontanen Heimwerker-Kauf am Samstag ist Forbo nicht gemacht.

Für wen sich der Hersteller lohnt

Forbo Allura lohnt sich für Bauherren, die ein Objekt langfristig nutzen – Büro, Praxis, öffentliche Bereiche, aber auch gehobener Wohnbau mit Anspruch. Wer im Feuchtraum, in Küche oder Bad eine dauerhaft belastbare Lösung mit nachgewiesener Nutzklasse sucht, ist hier richtig. Heimwerker mit kleinem Budget oder Bauprojekt mit Zeitdruck sollten in einem anderen Preissegment suchen. Für Architekten und Planer, die Materialherkunft und Zertifikate brauchen, ist Forbo eine erste Adresse.

Stärken
  • Nutzschicht bis 0,70 mm
  • PVC-freie Marmoleum-Option
  • Cradle-to-Cradle-zertifiziert
  • Nutzungsklasse bis 34
Schwächen
  • Kein Baumarkt-Sortiment
  • Preis ab 35 €/m²
  • Lange Lieferzeiten bei Sonderserien
Steckbrief
  • Gegründet
    1928
  • Herkunft
    Schweiz
  • Hauptsitz
    Baar
  • Preis-Positionierung
    Premium
  • Website besuchen
Produkt-Schwerpunkte
Klick-Vinyl Klebe-Vinyl Loose-Lay-Vinyl PVC-freier Designbelag (Marmoleum)